Boxweltmeister Wladimir Klitschko besuchte unsere Kinderonkologie Station 117 D


Die Nachricht, dass mit Wladimir Klitschko ein leibhaftiger Boxweltmeister nach Buch kommt und krebskranke Kinder besucht, hatte sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen. Auf der Kinderkrebsstation 117 D hielten sich mehr Menschen auf als gewöhnlich. Eltern, Ärzte und Krankenschwestern waren am Wochenende eigens in die Klinik gekommen, um den jüngeren der Klitschko-Brüder zu sehen.

Mehr als eine Stunde verbrachte der Weltmeister in Buch, schrieb fleißig Autogramme und ließ sich geduldig mit Patienten und Eltern fotografieren. „Zum Geburtstag alles Gute, Gesundheit und viel Glück“, wünschte der Boxweltmeister dem kleinen Daniil, der an einem Hirntumor leidet und heute seinen 4. Geburtstag feiert. „Es ist toll, dass du in Deutschland bist, weil hier die Behandlungsmöglichkeiten viel besser sind.“

Die Ärzte der Bucher Klinik behandeln regelmäßig krebskranke Kinder aus der Ukraine. „Wir bekommen fast jede Woche eine Anfrage“, berichtete Prof. Lothar Schweigerer seinem prominenten Gast. Die Finanzierung der sehr teuren Behandlung sei ein Problem. Viele Eltern können das Geld nicht aufbringen, und die Spenden reichten nicht aus. Schweigerer möchte diese Situation gemeinsam mit Klitschko ändern.

Mit seinen Verbindungen soll der Boxweltmeister helfen. Für Wladimir Klitschko, der mit dem älteren Bruder Vitali soziale Projekte im Bildungsbereich („Bildung braucht jeder“) und Sport („Spielt eine wichtige Rolle beim Aggressionsabbau und in der Gewaltprävention“) unterstützt, ist das Thema krebskranke Kinder „neu“. Er habe in Kiew die größte Kinderkrebsklinik des Landes besucht und sei sehr gerührt gewesen. Hilfe dürfe aber nicht wie auf „einem heißen Stein verdampfen“, sondern müsse „nachhaltig“ wirken, erklärte der Sportwissenschaftler. An diesem Ziel orientierten sich die eigenen Projekte. „Wir können klein anfangen und sehen, was möglich ist“, versprach der Sportler der Bucher Kinderonkologie.

Für die Kinder war es ein unvergesslicher Nachmittag einem so großen Boxstar ganz nah zu sein.

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